Ergänzung zum MDR-Beitrag: Lehrermangel in Sachsen-Anhalt

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Ergänzung zum MDR-Beitrag: Lehrermangel in Sachsen-Anhalt

Leider konnte der Beitrag des Mitteldeutschen Rundfunk nicht den gesamten Umfang unserer Äußerungen darstellen, weshalb wir dies hier tun wollen.

 

Der Landesschülerrat sieht den bestehenden Lehrermangel durchaus als ein wichtiges Problem, das so schnell wie möglich angegangen werden muss. Dazu hatten wir bereits Gespräche mit der GEW, dem Landeselternrat und dem Kultusminister. Allerdings sehen wir die Lösung nicht in einer Protestaktion gegen die aktuelle Politik, sondern im Dialog mit den verschiedenen Akteuren. Man muss den Ausgangspunkt für das Problem erfassen und analysieren, warum so viele Lehramtsabsolventen in andere Bundesländer abwandern. Durch Schaffung von Anreizen kann diese Situation unserer Meinung nach verhindert werden.

 

Wenn das Kultusministerium weiterhin wie aktuell reagiert und in großer Anzahl Lehrerinnen und Lehrer einstellt, kann man davon ausgehen, dass sich die Lage zeitnah bessert. Trotzdem muss man die Unterrichtsversorgung weiterhin im Blick behalten, besonders in ländlichen Gebieten, in denen die Versorgung oft am Schlechtesten ist.

 

Des Weiteren ist zu bemerken, dass durch die gestiegene Anzahl von jungen Lehrkräften es zu größeren Ausfällen durch den gesetzlichen Mutterschutz und durch ältere Lehrinnen und Lehrer zu längeren Krankheiten kommt, die kompensiert werden müssen. Deshalb plädiert der Landesschülerrat außerdem für den Aufbau einer Vertretungsreserve zur Ausgleichung von plötzlichen Ausfällen.

 

Wir werden weiterhin mit den zuständigen Stellen in Kontakt bleiben, um das Problem zielgerichtet angehen zu können.

 

MDR Beitrag: Lehrermangel in Sachsen-Anhalt