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Statement zur Volksinitiative „Den Mangel beenden! – Unseren Kindern Zukunft geben!“

Der Landesschülerrat des Landes Sachsen-Anhalt diskutierte im Rahmen der Plenartagung vom 16. bis 18. Juni 2017 über die Anfrage des Landeselternrates zur Unterstützung der Volksinitiative „Den Mangel beenden! – Unseren Kindern Zukunft geben!“.
Resultierend aus dieser Debatte ergaben sich folgende Gesichtspunkte:

Der Landesschülerrat ist sich der Problematik des Lehrermangels sowie der fehlenden pädagogischen Mitarbeitern bewusst. Dementsprechend ist eine lebendige bildungspolitische Debatte essenziell zur Behebung des Problems. Gleichwohl muss diese Debatte auf einer sachlichen und faktenbasierenden Grundlage geführt werden. Diese wird jedoch oft auf eine emotionale und subjektive Ebene reduziert. Genau jene unsachliche Herangehensweise an die Problematik spiegelt sich in den Ausführungen der Volksinitiative wider.
Des Weiteren empfindet der Landesschülerrat, dass die Unterstützung der Vertretung der Schülerschaft des Landes Sachsen-Anhalt keinen hohen Stellenwert in den Augen der Initiativgründer einnimmt, da erst über einen Monat nach Veröffentlichung der Initiative um eine Unterstützung gebeten wurde.
Hinzuzufügen ist auch, dass die in der Ausführung gestellten Forderungen nicht realisierbar sind, da weder die Finanzierungsmöglichkeiten, noch die Bewerberanzahl diese zuließen. Die angeführten Forderungen basieren auf Fakten, deren Glaubwürdigkeit aufgrund von nicht angegebenen Quellen anzuzweifeln ist. Die angefügte Graphik als auch die genannten Zahlen sind nicht zielführend, weil die angegebenen Zeiträume aus der Darstellung mit dem Text nicht übereinstimmen.

Aus den oben genannten Gründen kann der Landesschülerrat die Volksinitiative „Den Mangel beenden! – Unseren Kindern Zukunft geben!“ nicht unterstützen.

Der Landesschülerrat Sachsen-Anhalt

 

 

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Dieses Statement bezieht sich auf die Volksinitiative „Den Mangel beenden! – Unseren Kindern Zukunft geben!“, welche unter folgendem Link zu finden ist:
http://www.gew-sachsenanhalt.net/…/Aufruf_Volksinitiative_G…

Statement zur geforderten Abschaffung von Halbjahreszeugnissen an Grundschulen

Der Vorstand des Landesschülerrates Sachsen-Anhalt steht der Abschaffung von Halbjahreszeugnissen an Grundschulen im Land Sachsen-Anhalt kritisch gegenüber. 
Das Halbjahreszeugnis ist ein unverzichtliches Feedback zur Selbsteinschätzung und wird gebraucht, damit der Schüler*in sich und seine Leistungen reflektieren kann. 
Somit dürfen diese Zeugnisse nicht entfallen, denn besonders die schriftlich ausformulierte Beurteilung ist wichtig, da diese nicht nur rationale Leistungen nach Punkten widerspiegelt und Schüler*innen am Anfang ihrer Schulzeit in der Grundschule noch keine Noten bekommen. 
Aus diesem Grund sollten das Land sowie das Ministerium für Bildung unverzüglich reagieren. Lehrer*innen müssen entlastet werden, da die Abschaffung der Halbjahreszeugnisse wohl als Folge des Lehrermangels, den wir als sehr bedenklich sehen, ist. Das aktuelle Aufgabenpensum ist nicht nur für Grundschullehrer*innen zu hoch.
 
Der Vorstand des Landesschülerrates Sachsen-Anhalt

 

Konstituierung 2017 – neuer Vorstand gewählt

Der Landesschülerrat Sachsen-Anhalt wählte am 25.01.2017 seinen neuen Vorstand im Rahmen der Konstituierung im Ministerium für Bildung in Magdeburg. Frau Vieweg, zuständige Abteilungsleiterin im Bildungsministerium, empfing alle Mitglieder und eröffnete die Konstituierung pünktlich mit begrüßenden Worten. Daraufhin legte der ehemalige Vorstand einen Rechenschaftsbericht ab, hierbei erläuterte Michael die erfüllten Aufgaben des vergangenen Jahres.

Das Amt des Vorsitzenden tritt der im Amt bestätigte Michael Benecke an. Rebekka Grotjohann ist ab sofort die stellvertretende Vorsitzende unseres Gremiums. Des Weiteren wurden die vier Beisitzer Marcella Pach, Selina Gosch, Emily Schieferdecker sowie Maximilian Wozny in den Vorstand gewählt.

Der neue Vorstand wird künftig weiterhin die primäre Aufgabe innehaben, Plenartagungen vorzubereiten und Projekte in erster Linie zu organisieren. Der Landesschülerrat freut sich auf die kommenden Aufgaben, die mit einem kompetenten Vorstand zu bewältigen sind.

Staatssekretärin Frau Edwina Koch-Kupfer beglückwünschte den LSR nach der Konstituierung und gratulierte dem neu gewählten Vorstand auch im Namen des Bildungsministers Marco Tullner.

 

Landesschülerrat Sachsen-Anhalt wählt neuen Vorstand

Am 28.01.2016 wählte der Landesschülerrat Sachsen-Anhalt seinen neuen Vorstand. Das Amt der Vorsitzenden trat die 18-jährige Liza Stütz aus dem Jahn-Gymnasium in Salzwedel an, die bereits als Beisitzerin im ehemaligen Vorstand fungierte. Der stellvertretende Vorsitzende ist ab sofort der 19-jährige Hagen Fitzlaff aus der IGS Willy Brandt in Magdeburg, der ebenfalls bereits als Beisitzer arbeitete. Zudem wurden die drei neuen Beisitzer Benjamin Künne, 17 aus der Fachoberschule in Böhnshausen, Michael Benecke, 15 aus der Jeetzeschule in Salzwedel und Stefan Malkoc, 19 aus der BBS V in Halle als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Die drei sind bereits ein Jahr im Landesschülerrat und wollen nun ihre Erfahrungen der Vorsitzenden bereitstellen.

 

Der Vorstand wird nun die Planung der großen Projekte aus dem vergangenen Jahr fortsetzen. Der Landesschülerrat freut sich auf die weitere Arbeit mit einem kompetenten Team an der Spitze.

 

Kultusminister Dorgerloh ließ es sich nicht nehmen, trotz der Landtagssitzung, dem neuen Vorstand zu gratulieren.

Ergänzung zum MDR-Beitrag: Lehrermangel in Sachsen-Anhalt

Leider konnte der Beitrag des Mitteldeutschen Rundfunk nicht den gesamten Umfang unserer Äußerungen darstellen, weshalb wir dies hier tun wollen.

 

Der Landesschülerrat sieht den bestehenden Lehrermangel durchaus als ein wichtiges Problem, das so schnell wie möglich angegangen werden muss. Dazu hatten wir bereits Gespräche mit der GEW, dem Landeselternrat und dem Kultusminister. Allerdings sehen wir die Lösung nicht in einer Protestaktion gegen die aktuelle Politik, sondern im Dialog mit den verschiedenen Akteuren. Man muss den Ausgangspunkt für das Problem erfassen und analysieren, warum so viele Lehramtsabsolventen in andere Bundesländer abwandern. Durch Schaffung von Anreizen kann diese Situation unserer Meinung nach verhindert werden.

 

Wenn das Kultusministerium weiterhin wie aktuell reagiert und in großer Anzahl Lehrerinnen und Lehrer einstellt, kann man davon ausgehen, dass sich die Lage zeitnah bessert. Trotzdem muss man die Unterrichtsversorgung weiterhin im Blick behalten, besonders in ländlichen Gebieten, in denen die Versorgung oft am Schlechtesten ist.

 

Des Weiteren ist zu bemerken, dass durch die gestiegene Anzahl von jungen Lehrkräften es zu größeren Ausfällen durch den gesetzlichen Mutterschutz und durch ältere Lehrinnen und Lehrer zu längeren Krankheiten kommt, die kompensiert werden müssen. Deshalb plädiert der Landesschülerrat außerdem für den Aufbau einer Vertretungsreserve zur Ausgleichung von plötzlichen Ausfällen.

 

Wir werden weiterhin mit den zuständigen Stellen in Kontakt bleiben, um das Problem zielgerichtet angehen zu können.

 

MDR Beitrag: Lehrermangel in Sachsen-Anhalt