Schule macht uns – wir machen Schule

Positionierung

bundesweite Vereinheitlichung der Tafelwerke

Maßgebliches Dokument

Verbindlich ist die beschlossene Fassung als PDF. Der folgende Text ist die barrierearme Lesefassung daraus.

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Halle (Saale), Oktober 2022 Positionierung des Landesschülerrates zu der bundesweit einheitlichen Tafelwerk-Neufassung Auf der Plenartagung, am 16. Oktober 2022, beschäftigte sich der Landesschülerrat Sachsen-Anhalt mit der bundesweiten einheitlichen Tafelwerk-Neufassung, kurz den Formelwerken, und positionierte sich wie folgt: Nach unserem gemeinsamen Diskurs über die Formelwerke, welche für mehr Vergleichbarkeit auf Bundesebene sorgen sollen, sind wir zu der Feststellung gekommen, dass diese eine fehlerhafte Methode zur Umsetzung des genannten Zieles, welches wir befürworten, darstellen.

Laut der Regelung betrifft dies die Abiturstufe 2025, welche bereits seit der siebten Klasse mit dem Tafelwerk arbeiten. Eine so plötzliche Umstellung stellt eine Überforderung für sowohl Schüler- als auch Lehrerschaft dar. Besonders in Anbetracht dessen, dass die bundesweite Vereinheitlichung der Prüfungsansprüche schon seit 2019 bekannt ist1, hätte eine frühere Bekanntmachung erfolgen müssen. Die prägnanteste Änderung zum aktuellen Zustand ist die immense Kürzung in den Fachbereichen Chemie und Mathematik, welche nicht den benötigten Kompetenzen entsprechen. Im heutigen Berufsleben sind Recherche- und Anwendungsfähigkeiten gefragter als stumpfes Auswendiglernen.

Obendrein fehlen nun die sinnvoll ausgestaltenden Darstellungen, welche sowohl im Unterrichtsgeschehen, als auch in den Prüfungen für den Schüler unterstützend wirken. Doch dies ist nicht das einzige Fehlende, laut der obersten Schulbehörde Sachsen-Anhalt „sind die bundesweiten Abstimmungen noch nicht abgeschlossen, das Formeldokument [Physik] wird nachgereicht.“2, dies unterstreicht die verfehlte Planung und versetzt die Schülerschaft in eine bedrängende Situation.

Des Weiteren wurde von der obersten Schulbehörde Sachsen-Anhalts die Förderung von MINTFächer angestrebt, mit der neuen Einführung des „Formeldokuments“ wird dieser Bestrebung, jedoch entgegengewirkt, da bei der abgeschreckten Schülerschaft damit Desinteresse hervorgerufen wird. 1 Quelle (@Moritz; ist schräg gedruckt, weil wir uns nicht sicher sind ob es faktisch so stimmt) 2 Quelle (@Paul; wolltest du mir doch eigentlich nochmal schreiben)

Ergänzend sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass ökologische aber auch ökonomische Ressourcen der Schulen verschwendet werden, da diese die Formeldokumente selber auszudrucken haben. Bei Verschleiß müssen sich die Schüler selbstständig um einen Nachdruck kümmern, welcher der Schülerschaft jedoch nicht leicht zugänglich gemacht wurde. Aus unserer Perspektive wäre es sinnvoller ein bestehendes Tafelwerk, welches nach einer ausführlichen Überprüfung landesweit eingeführt und im Anschluss an den Lehrplan und den bundesweiten Standard angepasst wird, zu nutzen. Zusammenfassend ist zu sagen das die Formelsammlungen in ihrem jetzigen Zustand übereilt, unvollständig und nicht den eigenen Ansprüchen der obersten Schulbehörde entsprechend sind. Der Landesschülerrat Sachsen-Anhalt

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