Positionierung
Motivation von Schülerinnen und Schülern
Maßgebliches Dokument
Verbindlich ist die beschlossene Fassung als PDF. Der folgende Text ist die barrierearme Lesefassung daraus.
Original als PDF (108 KB)Inhaltliche Positionierung des Landesschülerrates Sachsen-Anhalt zum Thema Motivation von SchülernInnen
Der Landesschülerrat Sachsen-Anhalt befasste sich auf der Plenartagung vom 08.-10. März 2013 mit dem Thema: „Motivation von Schülern Innen“ und positionierte sich wie folgt:
SchülerInnen motivieren - Selbststeuerung fördern
Zunehmend beklagen Lehrkräfte, dass ihre SchülerInnen beim Lernen und Üben nicht die notwendige Anstrengungsbereit schaft sowie das erforderliche Durchhaltevermögen a ufbringen, manches Mal gar vorzeitig resignieren oder den Anforderungen nach kurzer Zeit ausweichen. Überlegungen zur Motivation beginnen schon bei der Unterrichtsplanung. Und dabei gilt es, einer wohlverstandenen Schülerorientierung zu folgen. Das heiß t vor allem, die Motive der Schüler Innen zu berücksichtigen, motivierende Themen und Inhalte auszuwählen sowie Möglichkeiten zur Individualisierung des Lernens einzuräumen. Auch wenn die Lehrkraft bestimmte Vorgaben und Rahmenbedingungen zu beachten hat (z .B. Richtlinien u.
Lehrpläne, schulinterne Rahmenpläne, organisatorisch-materielle Bedingungen), sollte sie dennoch alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Motive, Interessen und Wünsche der Schüler Innen mit zu berücksichtigen, indem man die SchülerInnen besser in den Unterricht mit einbindet, denn nur so kann man einer Demotivation von SchülerInnen entgegenwirken und somit werden auch Themen und Inhalte eher angenommen und bearbeitet, wenn sie den Schüler Innen spannend, erkenntnisreich, förderlich, attraktiv, plausibel etc. erscheinen.
LehrerInnen sollten sich deshalb immer wieder einmal die unterschiedl ichen Motive ihrer SchülerInnen klarmachen und in der Folge darauf achten, dass sowohl leistungsorientierte als auch kontaktmotivierte SchülerInnen im Unte rricht „auf ihre Kosten kommen“, dass sowohl die lernmotivierten als auch die um Anerkennung und Bewunderung bemühten SchülerInnen ihren Gestaltungsraum finden. Ein positives Unterrichtsklima ist wichtige Voraussetzung für einen motivierenden Unterricht. Und positiv ist es vor allem dann, wenn sich LehrerInnen und SchülerInnen in gegenseitiger Wertschätzung begegnen, wenn ein soziales Klima herrscht, in dem weder Häme noch Spott befürchtet werden müssen.
Sicher gibt es Klassen, in denen es schwerfällt od er gar unmöglich ist, die dazu notwendige Beziehungsarbeit zu leisten. In der Regel aber hat es die Lehrkraft durch das Unterrichtsangebot, durch ihr Vorbild sowie durch eine entsprechende Interaktions - und Kommunikationsgestaltung selbst in der Hand, posi tiv einzuwirken. Die Motivation von SchülernInnen bietet echte Chancen auf bessere Noten, einen höheren Schulabschluss und Perspektiven nach der Schule. Dann sind sie auch bereit, an sich zu arbeiten. Es kann sinnvoll sein, gemeinsam mit dem Jugendlichen ein Berufsinformationszentrum aufzusuchen oder ihn bei der Suche nach einem Praktikumsplatz zu unterstützen.
Je konkreter die Zukunftspläne werden und je klarer der Weg zum Ziel ist, desto eher wird der Jugendliche die ersten Schritte in Richtung dieses Ziels gehen.