Positionierung
berufliches und praktisches lernen
Maßgebliches Dokument
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Original als PDF (151 KB)Positionierung zu praktischem und beruflichem Lernen an Schulen Auf der Plenartagung, am 16.03.2024, beschäftigte sich der Landesschülerrat Sachsen-Anhalt mit praktischem und beruflichem Lernen an Schulen und positionierte sich wie folgt: In der heutigen Zeit besteht der Großteil der Unterrichtszeit noch immer aus dem theoretischen Erlernen von Unterrichtsinhalten mit wenigen oder keinen praktischen Erfahrungen. Lernen ohne jeglichen Bezug zur Praxis oder dem Berufsleben führt bei einem Großteil der Schülerschaft zu Desinteresse und Verlust der Lernbereitschaft.
Oft wird von fehlenden Fachkräften und einer zu hohen Akademisierung gesprochen – Einblicke in das Berufsleben und praktische Erfahrungen für junge Menschen werden jedoch nicht in Betracht gezogen. Praktika und das 4+1 Modell sind Formen des praktischen Lernens, die bereits in vielen Bildungseinrichtungen gerne genutzt werden. Das Verknüpfen von praktischen Aufgaben und der Theorie aus dem Unterricht helfen bei der Festigung des Erlernten und stärkt die Lernbereitschaft in der Schülerschaft. Dabei sind Praktika an Sekundarschulen und Gymnasien etabliert, während das 4+1 Modell vorwiegend an Sekundarschulen genutzt wird, um zugleich einer schwierigen Unterrichtsversorgung entgegenzuwirken.
Berufliches Lernen stellt das Erlernen und Üben von Fähigkeiten, die verbreitet in der Berufswelt vorkommen, in den Vordergrund. Diese Kompetenzen lassen sich durch Praxisphasen in verschiedenen Unternehmen oder in berufsbildenden Schulen, in denen entsprechende Unterrichtsräume und Lehrkräfte bereits vorhanden sind, vermitteln. Innerhalb des 4+1 Modells bieten sich Kooperationen zwischen Sekundarschulen und berufsbildenden Schulen an, unter anderem auch weil berufliches und praktisches Lernen ähnliche Inhalte vermitteln. Diese Methoden zeigen der Schülerschaft Perspektiven auf und können helfen Sinn und Ziel des Lernens für sich zu finden.
Gerade an Gymnasien werden diese wichtigen Erfahrungen oft vernachlässigt, da zu wenig Raum für praktische Einheiten vorhanden ist. Doch auch wenn vorrangig Studiengänge angestrebt werden, sind berufliche Einblicke wichtig zur Orientierung und gleichzeitig Angebote praktisch neue Gebiete zu entdecken. Es wird deutlich: Methoden, Interesse und positive Rückmeldungen sind vorhanden. Fehlend sind jedoch vielfältige Möglichkeiten eben solche Angebote zu nutzen und seinen eigenen Interessen nachzugehen sowie praktische Erfahrungen zu machen. Auf Grund dessen fordert der Landesschülerrat die stärkere Integration von beruflichem und praktischem Lernen im Schulalltag, um den Unterricht und die Lernbereitschaft der Schülerschaft nachhaltig und effektiv neu zu gestalten. Der Landesschülerrat Sachsen-Anhalt